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Stellungnahme des BVRD zum geplanten NotfallSanitäterGesetzt

Die Stellungnahme des BVRD zum geplanten NotfallSanitäterGesetzt (NotSanG) finden Sie hier.

DRK übergibt Fahrzeuge an Syrischen Roten Halbmond

Berlin, 12. Juni 2012
39/12

 

In Berlin hat heute das Deutsche Rote Kreuz drei LKW an den Syrischen Roten Halbmond überreicht. Dr. Abdul Rahman Attar, Präsident des Syrischen Roten Halbmondes und zurzeit in Berlin für Gespräche mit dem DRK, nahm die LKW entgegen.

Die Fahrzeuge sind Teil eines größeren Hilfsprojektes, mit dem Ziel, die logistischen Möglichkeiten des Roten Halbmondes zu stärken. Somit können Hilfsgüter schneller und effektiver die notleidende Bevölkerung erreichen.

DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters hat sich gestern mit seinem Syrischen Amtskollegen getroffen: "Uns verbindet der Wille, den Menschen in Syrien in diesen harten Zeiten zu helfen. Der Rote Halbmond wird von allen Konfliktparteien akzeptiert und als neutral gesehen. So können die Helfer wirklich die hilfsbedürftigen Menschen erreichen."

Das DRK ist seit Beginn des Jahres in Syrien aktiv und hat die betroffenen Menschen mit Hilfsgütern versorgt. Mitarbeiter aus Deutschland arbeiten vor Ort eng mit dem Roten Halbmond zusammen. Sie sehen mit eigenen Augen die Situation und organisieren die notwendige Hilfe aus Deutschland.

"Zurzeit mangelt es an Möglichkeiten dringend notwendige Hilfsgüter zu transportieren, zu lagern und effektiv zu verteilen. Da können wir helfen und das tun wir auch", sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Neben LKW werden auch Ambulanzfahrzeuge, Lagerhallen, Gabelstapler und andere Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Das Auswärtige Amt unterstützt die Hilfe mit 650.000 Euro.

Für weitere humanitäre Hilfe in Syrien ist das DRK auf Spenden angewiesen und bittet weiter um Spenden:

Spendenkonto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Stichwort: Flüchtlingshilfe (Syrien)
Online-Spende: www.DRK.de/onlinespende

Ansprechpartner

DRK-Pressestelle
Dr. Dieter Schütz
Tel. 030 85404 158
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Fredrik Barkenhammar
Tel. 030-85404 155
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Stephanie Krone
Tel. 030 85 404 161
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Weitere Presseinformationen finden Sie unter
http://www.drk.de/presseinfo
 

Hier geht es zur DRK-Homepage
http://www.drk.de

 

 

 

Binz in Ilmenau hat Insolvenz angemeldet

In eine ungewisse Zukunft gehen die noch 140 Beschäftigten bei Binz in Ilmenau. Am Dienstag wurden sie von der Geschäftsleitung darüber informiert, dass Insolvenzantrag gestellt worden ist und Entlassungen drohen. Mitarbeiter sollten Aufhebungsverträge unterschreiben.


Die Binz Ambulance und Umwelttechnik GmbH Ilmenau hat einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung beim Insolvenzgericht in Erfurt eingereicht. Das teilte am Donnerstag im Namen der Geschäftsführung und des Gesellschafters Nimbus Geschäftsführer Eelo Gitz in einer Erklärung mit.

Ilmenau. Nach erheblichen Restrukturierungs- und Refinanzierungsmaßnahmen sei diese Maßnahme notwendig geworden, da die Nachfrage nach Ambulanzen und Sonderfahrzeugen im In- und Ausland nachgelassen habe. Der wesentliche Kundenkreis, Träger der öffentlichen Hand, würden einen strikten Sparkurs fahren, dem Beschaffungspläne zum Opfer fallen.

 

Das Unternehmen in Ilmenau rüstet Fahrzeuge der Feuerwehr, der Polizei, Krankenwagen sowie Militärfahrzeuge und Sonderfahrzeuge auf spezielle Anforderungen um. Außerdem sah man sich einer steigenden Vorfinanzierung von Lieferungen entgegen, heißt es weiter.

 

Rückblick: Bereits im Mai 2011 war das Unternehmen mit seinen zirka 140 Mitarbeitern schwer angeschlagen, drohte Insolvenz. Ein Sanierer wurde eingesetzt, der Umsatz ging um ein Drittel und damit etwa 8 Millionen Euro zurück.

 

Nach Ausscheiden des langjährigen Geschäftsführers Kaste hatte Uwe Bauer im November 2010 übernommen, wurde aber schon wieder im Mai 2011 wegen Managementproblemen abgelöst. Seit 1. September hieß der neue Geschäftsführer Eelo Gitz.

 

Mit ihm sei es zu umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen gekommen, wurden Fertigungsplanung, Steuerung und Vertrieb umgestellt. Das Werk, so ein Sprecher des holländischen Gesellschafters Nimbus am Donnerstag zu unserer Zeitung, sei teilweise weniger als zur Hälfte ausgelastet gewesen. Zudem drückt das Unternehmen eine Steuerschuld von zirka 1,3 Millionen Euro, die daraus resultiert, dass von 1996 bis 2008 Gewinne in Ilmenau an das Stammhaus von Binz in Lorch abgeführt werden mussten. In diesem Zusammenhang und mit der Kündigung dieses Ergebnisabführungsvertrages soll es steuerrechtliche Verfehlungen gegeben haben. Mittlerweile ist Binz Ilmenau seit über einem Jahr nicht mehr mit dem Stammhaus verbunden.

 

Der holländische Investor Nimbus half mit einer Kapitalspritze von mindestens 750 000 Euro, Lieferanten wie Finanzbehörden, die Stadt Ilmenau und die Thüringer Aufbaubank kamen dem Unternehmen mit Stundungen von Zahlungen entgegen.

 

Doch selbst der Verzicht der Mitarbeiter auf 10 Prozent ihres Lohnes und Gehaltes sowie auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld über ein Jahr brachte dem angeschlagenen Unternehmen nicht den gewünschten Erfolg.

 

Selbst wenn man den Auftragsbestand auf niedrigem Niveau halten könne, würde man nur mit einer reduzierten Firma weitermachen können, sagte gestern der Nimbus-Sprecher. Die Kapazität an Mitarbeitern sei für den derzeitigen Auftragsbestand "viel zu hoch".

 

Die Belegschaft wurde nach TA-Informationen am Dienstag von der Insolvenz und drohenden Entlassungen informiert. Bereits am Montag haben langjährig Beschäftigte Aufhebungsverträge bekommen, die sie bis Dienstag unterschreiben sollten. Man habe den Mitarbeitern gesagt, dass es keine mittelfristige Erholung geben könne, wenn die Mitarbeiterzahl bei 140 bleibe. Über konkrete Zahlen sagte der Nimbus-Sprecher nichts.

 

"Geschäftsführung und Gesellschafter sehen eine erfolgreiche Weiterführung in einem kapazitätsangepassten Unternehmen unter Stärkung des Exportgeschäfts als möglich an, weswegen eine Insolvenz in Eigenverwaltung angestrebt wird", hieß es gestern in der Presseerklärung.

 

Das bedeutet, dass Gesellschafter und Unternehmen einen Sachverwalter zur Seite gestellt bekommen und die Sanierung selbst in die Hand nehmen. Voraussetzung sei aber, dass die Gläubiger einem Sanierungsplan zustimmen, so der Nimbus-Sprecher.

Quelle: http://www.thueringer-allgemeine.de

Bericht über Sicherheit von Einsatzfahrzeug auf vox

Im Rahmen des Beitrags „Die Unfallakte“ befasst sich der Sender VOX in seinem Automagazin „auto mobil“ am kommenden Sonntag mit der Sicherheit von Rettungsfahrzeugen.

 

Hierbei geht es um einen Kreuzungsunfall in Bremen mit einem im Einsatz befindlichen Rettungswagen und einem SUV.

Wir erlauben uns in diesem Zusammenhang, Sie auf den Ausstrahlungstermin am 17.06.2012 ab 17:00 Uhr aufmerksam zu machen und wünschen gute Unterhaltung, bzw. Information.


Mehr Informationen finden Sie hier

Vergabe von Rettungsdienstleistungen ( 24.05.2012 PM 180/12)

Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs zum Vorrang der Hilfsorganisationen im Rettungsdienst – Innenminister Joachim Herrmann: "Notwendigkeit eines landesweit hohen und effektiven Versorgungsniveaus unterstrichen – Auswahlkriterien für die Vergabe von Rettungsdienstleistungen werden modifiziert"

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat heute die Notwendigkeit eines flächendeckenden, effektiven und wirtschaftlichen Rettungsdienstes unterstrichen. Allerdings hat er die bisherigen Auswahlkriterien für die Erbringung rettungsdienstlicher Leistungen mit dem grundsätzlichen Vorrang der Hilfsorganisationen beanstandet. Innenminister Joachim Herrmann: "Der Verfassungsgerichtshof stellt zunächst einmal klar, dass ein landesweit hohes und effektives Versorgungsniveau im Rettungsdienst ein zulässiges und wichtiges Gesetzesziel ist. Damit unterstreicht das Urteil die Bedeutung unserer Hilfsorganisationen, die sich hier über Jahrzehnte hinweg als leistungsstarke Partner erwiesen haben. Mit ihrer landesweiten Organisation bieten sie die Gewähr für eine kontinuierliche und zuverlässige Aufgabenerfüllung, sowohl im Rettungsdienst als auch im Katastrophenschutz." Nun gelte es, die die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs genau zu analysieren und das Auswahlverfahren den verfassungsrechtlichen Vorgaben durch eine Änderung des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes anzupassen. 

Beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof hatte ein privates Rettungsdienstunternehmen gegen den sogenannten Vorrang der Hilfsorganisationen im Bayerischen Rettungsdienstgesetz geklagt. Danach beauftragen die Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung grundsätzlich die Hilfsorganisationen mit rettungsdienstlichen Aufgaben, demnach also das Bayerische Rote Kreuz, den Arbeiter-Samariter-Bund, den Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfall-Hilfe oder vergleichbare Hilfsorganisationen. Nur soweit diese Hilfsorganisationen zur Übernahme des Auftrags nicht bereit oder in der Lage sind, können die Zweckverbände private Unternehmen beauftragen. Diesen grundsätzlichen Vorrang hat der Verfassungsgerichtshof jetzt beanstandet. Zugleich hat er aber betont, dass bei der Auswahl eines Bewerbers die Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Effektivität wichtige Kriterien sind. Vor allem mit Blick auf die Bewältigung von Großschadenslagen und Katastrophen hat der Gerichtshof dabei die Leistungsfähigkeit der Hilfsorganisationen hervorgehoben, die hier jederzeit auf ihre zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zurückgreifen können.

Herrmann: „Wir werden jetzt zügig die Auswahlkriterien für die Auftragsvergabe im Rettungsdienstgesetz unter Beachtung des heutigen Urteils modifizieren. Richtschnur bei der Auswahl wird dabei ganz klar die optimale Qualifikation für einen Rettungsdienst auf höchstem Niveau sein, sowohl personell wie von der Ausstattung.“

 


Pressesprecher: Oliver Platzer
Telefon: (089) 2192 -2108
Telefax: (089) 2192 -12721
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Zum Bestellen und Abbestellen der Pressemitteilung benutzen Sie bitte das Formular unter:
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H:G – Hochschule für Gesundheit und Sport: Symposium zur Thematik „Rettungsdienst International“

Zum Auftakt zwei neuer Formate von RD-Symposien veranstaltet die H:G – Hochschule für Gesundheit und Sport am Campus in München-Ismaning am 14. Juli, einem Samstag, das erste H:G-Symposium ‚Rettungswesen’. Das Thema ist „Ausbildung und Kompetenzen des Rettungsfachpersonals im internationalen Vergleich“. Vielen Rettungsassistenten dürfte die H:G als die Hochschule bekannt sein, die an den Standorten Berlin, München-Ismaning und Unna bei Dortmund den Studiengang „Sanitäts- und Rettungsmedizin“ anbietet. Das Symposium wendet sich zum einen natürlich an die Studenten in diesem Studiengang, vor allem aber an die Fachöffentlichkeit, also das Rettungsfachpersonal und die Notärzte aus der Region. Vor Ort referieren werden unter anderem ein Ärztlicher Leiter Rettungsdienst aus den Niederlanden, ein Paramediziner aus Dänemark, ein dipl. Rettungssanitäter aus der Schweiz sowie ein leitender Arzt des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband München. Die Veranstaltung wird mit einer Podiumsdiskussion schließen. Das zweite Format, das H:G-Forum ‚Sanitäts- und Rettungsmedizin’, wird am 11. August am Campus der Hochschule
in Unna bei Dortmund starten. Aktuelle Informationen zum Symposien am 14. Juli sowie zur Anmeldung finden Sie auf der Homepage der H:G in der Rubrik NEWS.

Weitere Informationen:

www.hochschule-ismaning.de




Kontaktdaten:

H:G Hochschule für Gesundheit und Sport
Vulkanstraße 1, 10367 Berlin
Telefon (030) 577 97 37 0   Telefax (030) 577 97 37 999
Email: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.


DRK zum Richterspruch in Bayern: Rettungsdienst muss Sache der Hilfsorganisationen bleiben

Berlin, 24. Mai 2012
35/12

Heute hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof den Vorrang der Hilfsorganisationen im Rettungswesen gekippt. Das Deutsche Rote Kreuz betrachtet diese Entwicklung mit Sorge. Denn bei einer kommerziellen Ausrichtung des Rettungsdienstes könnte der ehrenamtlich geprägte Katastrophenschutz in Deutschland zusammenbrechen.

DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil sagt: "Der Rettungsdienst ist mehr als der Transport von A nach B - er ist keine reine Dienstleistung, sondern Teil des Katastrophenschutzsystems. Private Rettungsdienstunternehmen interessieren sich für wirtschaftlich attraktive Ballungsräume. Doch eine qualifizierte medizinische Versorgung bei Alltagsverletzungen aber auch bei Unwettern, Unfällen oder Amokläufen muss überall in Deutschland sichergestellt werden. Um hier Menschenleben retten zu können, braucht man ein engmaschiges Netz an gut ausgebildeten, freiwilligen Helfern. Das können nur die Hilfsorganisationen bieten."

Als Kernaufgabe der Daseinsvorsorge bezeichnet der Bundesrat in einem Beschluss von Ende März die Aufrechterhaltung der Inneren Sicherheit durch Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Eine offene Ausschreibung des Rettungsdienstes unter dem Gesichtspunkt der Kostenminimierung würde dazu führen, dass die Schnittstelle zwischen Rettungsdienst und Katastrophenschutz ebenfalls kommerzialisiert und das in Deutschland sehr bedeutsame ehrenamtliche Element infrage gestellt würde.

Ein privates Rettungsdienstunternehmen hatte in Bayern geklagt und will erreichen, dass das Rettungswesen dem freien Wettbewerb unterworfen wird. Eine ähnliche Zielsetzung verfolgt eine Richtlinie der EU-Kommission vom Januar 2012. Sie sieht den Rettungsdienst als Dienstleistung, die dem europäischen Vergaberecht unterworfen werden muss.
 
Das Deutsche Rote Kreuz ist mit rund 20.000 hauptamtlichen und rund 180.000 ehrenamtlichen Kräften eine der tragenden Säulen im Verbundsystem des Bevölkerungsschutzes. Die größten, ehrenamtlich geprägten Einsätze der vergangenen Jahre waren der Amoklauf in Winnenden, die Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg sowie die Busunglücke auf der Autobahn 10 südlich von Berlin und auf der Autobahn 19 bei Rostock.


Ansprechpartner
DRK-Pressestelle
Dr. Dieter Schütz
Tel. 030 85404 158
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Stephanie Krone
Tel. 030 85 404 161
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